Internationale Zahlungen sind heute weit verbreitet, aber nicht jeder kennt den Unterschied zwischen SEPA- und SWIFT-Überweisungen. Beide Systeme dienen dem internationalen Transfer von Geldern von einem Bankkonto auf ein anderes, unterscheiden sich jedoch deutlich in Reichweite, Geschwindigkeit und Kosten.
SEPA (Single Euro Payments Area) gilt nur für Zahlungen in Euro innerhalb des Euro-Raums, während SWIFT (Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication) weltweit funktioniert und viele Währungen unterstützt. Für regelmäßige Massenauszahlungen an viele Empfänger lohnt sich ein Anbieter, der beide Systeme in einem Konto bündelt.
Vorteile und Nachteile von SEPA-Überweisungen
Vorteile:
- Niedrige oder keine Gebühren
- Dauer: von wenigen Sekunden bis maximal einen Tag
- Einfache Abwicklung
- Wenige Angaben erforderlich (nur IBAN)
- Sichere Transaktionen
- Geeignet für Daueraufträge, Rechnungszahlungen und Kartenzahlungen
- Verfügbar für EU- und Nicht-EU-Ansässige mit europäischem Bankkonto
Nachteile:
- Nur in 36 Ländern verfügbar
- Ausschließlich Zahlungen in Euro
- Limit in der Regel bei 100.000 EUR pro Überweisung
Vorteile und Nachteile von SWIFT-Überweisungen
Vorteile:
- Weltweite Verfügbarkeit
- Unterstützung jeder Währung
- Umfangreiche Nutzungsmöglichkeiten
- Keine Transferlimits für Privat- und Geschäftskunden
- Geeignet für Rechnungen, Dienstleistungen und Kartenzahlungen
Nachteile:
- Höhere Gebühren und Wechselkurskosten
- Dauer: 3 bis 7 Werktage
- Erfordert detaillierte Angaben zum Empfänger und dessen Bank
So führen Sie eine SEPA-Überweisung durch
- Im Online-Banking einloggen
- Empfängerdaten und Betrag angeben
- IBAN des Empfängers eintragen
- Daten prüfen und bestätigen
- Gutschrift erfolgt meist innerhalb eines Tages
So führen Sie eine SWIFT-Überweisung durch
- Empfängerdaten angeben: SWIFT-Code der Bank, vollständiger Bankname, IBAN, Name der Filiale, ggf. zwischengeschaltete Banken
- Überweisungsformular online oder in der Bank ausfüllen
- Betrag einzahlen, Gebühren begleichen, Daten bestätigen
SEPA oder SWIFT: welche Überweisung wann passt
SEPA ist die schnellere, einfachere und günstigere Variante für internationale Zahlungen innerhalb Europas. SWIFT eignet sich für weltweite Transfers in verschiedenen Währungen.
SharPay bietet sowohl Privat- als auch Geschäftskunden SEPA-Überweisungen an. Transaktionen werden mehrmals täglich bearbeitet und sind in der Regel innerhalb eines Geschäftstages abgeschlossen.
Wie funktioniert eine SWIFT-Überweisung
SWIFT ist kein Zahlungssystem, sondern ein Nachrichtennetz: Banken tauschen darüber Anweisungen aus, wer wem wie viel gutschreiben soll. Das Geld selbst läuft über Korrespondenzbanken, und genau daraus ergeben sich Dauer und Kosten.
Der Ablauf einer Auslandsüberweisung per SWIFT:
- Ihre Bank erstellt die Zahlungsanweisung mit IBAN und BIC des Empfängers
- Die Anweisung geht über eine oder mehrere Korrespondenzbanken zum Empfängerinstitut
- Jede beteiligte Bank kann eine eigene Gebühr einbehalten
- Die Gutschrift erfolgt in der Regel innerhalb von 24 bis 72 Stunden
Bei SharPay kostet eine eingehende SWIFT-Zahlung in Euro 50 EUR plus 0,35%. Die aktuellen Sätze stehen auf der Preisseite.
SEPA-Überweisung: wann sie die bessere Wahl ist
Eine SEPA-Überweisung funktioniert innerhalb des europäischen Zahlungsraums und ausschließlich in Euro. Es gibt keine Korrespondenzbanken, deshalb ist die Gutschrift in der Regel am nächsten Bankarbeitstag da und die Gebühr bleibt planbar: bei SharPay 10 EUR plus 0,30% für ein- und ausgehende Zahlungen.
Die Faustregel: liegen Sender und Empfänger im SEPA-Raum und wird in Euro gezahlt, ist SEPA immer schneller und günstiger. Erst wenn eine dieser Bedingungen fehlt, kommt SWIFT ins Spiel. Für regelmäßige Euro-Zahlungen lohnt sich ein Geschäftskonto mit europäischer IBAN.
Was in die Überweisungsdaten gehört
- Für SEPA: IBAN und der Name des Empfängers genau so, wie er bei der Bank hinterlegt ist
- Für SWIFT: IBAN oder Kontonummer, BIC der Empfängerbank, vollständiger Name und Adresse
- Bei SWIFT zusätzlich: wer die Gebühren trägt — Sender, Empfänger oder geteilt
- Bei Zahlungen an Unternehmen: der Verwendungszweck, sonst dauert die Zuordnung länger als die Überweisung
Ein Fehler in einer dieser Zeilen führt selten zu einer Ablehnung. Häufiger bleibt die Zahlung hängen und kommt Wochen später zurück — abzüglich der einbehaltenen Gebühren.
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