In der heutigen Zeit gehören Futures Contracts zu den beliebtesten und am häufigsten gehandelten Instrumenten auf den Finanzmärkten. Sie werden sowohl für spekulativen Handel als auch zur Absicherung gegen Preisschwankungen eingesetzt.
Im Wesentlichen legen Futures einen festen Preis fest, zu dem ein Vermögenswert gekauft oder verkauft wird – unabhängig davon, wie sich der Markt bis zum Zeitpunkt der Abwicklung entwickelt.
Sowohl der Handel mit diesen Kontrakten als auch der Futures-Markt selbst haben ihre eigenen Besonderheiten, die spezielles Wissen und Fähigkeiten erfordern.
Was sind Futures Contracts?
Ein Futures Contract ist ein standardisierter Vertrag über den Kauf oder Verkauf eines Vermögenswertes zu einem vorher festgelegten Preis mit Abwicklung an einem bestimmten zukünftigen Datum.
Hauptbestandteile eines Futures Contracts:
- Asset (z. B. Rohstoff, Finanzinstrument)
- Preis pro Einheit, fest für die gesamte Laufzeit
- Fälligkeitstermin
- Kontraktgröße, d. h. die kleinste handelbare Menge des Basiswerts
Spekulativer Futures-Handel kann hohe Gewinne bringen, birgt jedoch auch erhebliche Risiken aufgrund von Marktvolatilität. Erfolgreiches Trading erfordert Kenntnisse in technischer Analyse und Finanzmärkten.
Arten von Futures
Je nach Basiswert, Laufzeit und Handelsplatz unterscheidet man verschiedene Arten:
Nach Basiswert:
- Finanz-Futures – auf Aktien, Indizes, Anleihen, Derivate
- Rohstoff-Futures – z. B. auf Öl, Gold, Silber, Metalle, Getreide
- Waren-Futures – z. B. Lebensmittel, Textilien, Elektronik
- Index-Futures – auf Aktienkörbe wie S&P 500, NASDAQ 100
- Währungs-Futures – für einzelne Währungen oder Währungspaare
- Wertpapier-Futures – auf Anleihen, verzinsliche Instrumente
- Wetter-Futures – abhängig von klimatischen Bedingungen
- Krypto-Futures – auf digitale Assets wie Bitcoin oder Ethereum
Nach Laufzeit:
- Monatlich – gültig für einen Monat
- Quartalsweise – März, Juni, September, Dezember
- Fester Termin – beliebiges Ablaufdatum
- Perpetual Futures – ohne Ablaufdatum, unbegrenzt haltbar
Viele Börsen erweitern ihr Angebot kontinuierlich um neue Futures-Arten, z. B. Krypto-Futures auf zentralisierten (CEX) und dezentralen (DEX) Plattformen.
Wie funktionieren Futures?
Ablauf eines typischen Futures-Handels:
- Standardvertrag an einer Terminbörse wird festgelegt (Preis, Laufzeit, Lieferbedingungen)
- Käufer und Verkäufer schließen den Handel ab
- Käufer zahlt eine Margin als Sicherheit
- Vertrag kann vor Fälligkeit verkauft werden
- Wer den Vertrag bis zur Fälligkeit hält, muss die vereinbarten Bedingungen erfüllen
Warum brauchen wir Futures?
Der Hauptzweck von Futures ist die Absicherung gegen Preisänderungen.
Praxisbeispiel:
Ein Landwirt pflanzt im April Weizen und erntet im August. Er befürchtet, dass der Preis bis dahin fällt. Ein Bäcker dagegen fürchtet steigende Preise. Beide vereinbaren über einen Futures Contract, dass der Bäcker im August für 200 USD pro Tonne kauft.
So sichert sich der Landwirt einen festen Erlös, der Bäcker seine Kosten. Auch wenn der Marktpreis später niedriger oder höher ist – der Vertrag ist bindend.
In der Realität werden die meisten Futures nicht physisch erfüllt, sondern vor Ablauf glattgestellt.
Kontrakte werden in Geld abgerechnet, und Geld braucht zwischen den Trades einen Platz. Ein E-Wallet, in dem Euro und Krypto auf einem Saldo liegen, erspart das ständige Hin und Her zwischen Börse und Bank: tauschen im Inneren, auszahlen, wenn Sie es entscheiden. SharPay verbindet das Wallet mit Karte und IBAN, damit das Geld erreichbar bleibt.
Arten von Futures-Kontrakten
Ein Future ist immer derselbe Vertrag — verändert wird nur, worauf er sich bezieht. Daraus ergeben sich die gängigen Gruppen:
- Index-Futures. Basiswert ist ein Aktienindex; sie dienen der Absicherung ganzer Portfolios statt einzelner Titel.
- Rohstoff-Futures. Der ursprüngliche Fall: Öl, Gas, Getreide, Metalle — ein Vertrag über Menge, Preis und Liefertermin.
- Währungs-Futures. Absicherung gegen Wechselkursschwankungen, typisch für Unternehmen mit Umsätzen in mehreren Währungen.
- Zins-Futures. Basiswert sind Anleihen oder Zinssätze; sie reagieren auf Entscheidungen der Notenbanken.
- Krypto-Futures. Dieselbe Mechanik auf Bitcoin und andere Coins, meist ohne physische Lieferung und mit deutlich höherer Volatilität.
Für die Praxis zählt vor allem der Unterschied zwischen physischer Lieferung und Barausgleich: Bei Rohstoff-Kontrakten kann am Ende tatsächlich Ware stehen, bei Index- und Krypto-Futures wird die Differenz in Geld ausgeglichen. Wer Krypto-Futures handelt und Gewinne ausgeben will, braucht dafür ohnehin eine Krypto-Karte oder ein Konto, auf dem der Betrag in Euro ankommt.

