Hinter dem Wort «gratis» stecken drei verschiedene Angebote. Eine Testphase, eine Rückerstattung und ein Konto aus einer Aktion.
Sie verhalten sich unterschiedlich, sobald es ums Geld geht. Und genau dieser Moment zählt. Welche Firma überhaupt passt, ist eine eigene Frage, behandelt im Beitrag zur besten Prop Trading Firma.
Drei Dinge mit demselben Namen
Eine kostenlose Testphase. Ein Demokonto mit den Regeln der Firma, üblicherweise ein bis zwei Wochen. Kein Risiko und keine Auszahlung. Nützlich, um Plattform und Regelwerk zu prüfen, nicht um zu verdienen.
Eine erstattbare Gebühr. Sie zahlen die Challenge und bekommen das Geld später zurück, meist mit der ersten Auszahlung. Das ist die häufigste Bedeutung von gratis, und die Erstattung wird am häufigsten missverstanden.
Ein finanziertes Konto ohne Einzahlung. Vergeben über eine Aktion, einen Wettbewerb oder einen Partner. Das Kapital ist echt, die Bedingungen sind meist strenger als in der bezahlten Variante.
Die Erstattung ist eine Auszahlung, kein Rabatt
Kommt die Gebühr mit der ersten Auszahlung zurück, gelten die Auszahlungsregeln und nicht die Verkaufsseite. Sie kommt, wenn der Zyklus es zulässt, über denselben Dienstleister, in derselben Währung. Und sie scheitert aus denselben Gründen. Die Beschreibung, worauf es bei der Auszahlung ankommt, gilt Wort für Wort auch hier.
Daraus folgen drei Dinge.
Ein Regelverstoß vor der ersten Auszahlung nimmt meist die Erstattung mit. Ein verpasstes Auszahlungsfenster verschiebt sie. Eine Währung, die Ihr Konto nicht halten kann, kostet einen Teil davon.
Was nie gratis ist
Die Gebühr ist sichtbar. Der Rest nicht.
- Spread und Kommission. Fallen bei jedem Trade an, auf einem Gratiskonto genauso.
- Ihre Zeit. Mindesthandelstage, Wartezeiten, ein zweiter Versuch nach einem Verstoß.
- Daten- und Plattformgebühren. Üblich bei Futures-Programmen.
- Umrechnung. Gewinne werden in Dollar gerechnet. Ein reines Euro-Konto tauscht beim Eingang, zu einem Kurs, den niemand zeigt.
- Kosten des Empfangs. Überweisungsgebühren, Kartengebühren, eine Bank mit Rückfragen. Ein Konto mit mehreren Währungen streicht wenigstens die Umrechnung.
Ein Angebot ohne Einzahlung lesen
Vier Punkte entscheiden.
Was genau vergeben wird, ein simuliertes Guthaben oder ein echtes finanziertes Konto. Wie hoch der Mindestbetrag für eine Auszahlung ist, denn eine hohe Schwelle macht aus dem Geschenk ein langes Projekt. Welche Beteiligung während der Aktion gilt. Was mit dem Konto passiert, wenn die Aktion endet.
Dazu eine Frage schriftlich. Welche Gesellschaft sendet das Geld, und aus welchem Land. Ein Aktionskonto ohne benannten Zahlungsweg zahlt an niemanden aus.
Wie das in Zahlen aussieht
Nehmen wir ein gewöhnliches Programm mit Erstattung. Die Challenge kostet 150 Dollar, die Gebühr kommt mit der ersten Auszahlung zurück, der Mindestbetrag liegt bei 100.
Sie bestehen in drei Wochen. Sie handeln einen Monat und erzielen 600 Dollar Gewinn, Ihre 80 Prozent sind 480. Mit der Erstattung ergibt das 630.
Nun die Abzüge. Eine feste Auszahlungsgebühr von 25. Umrechnung beim Eingang mit rund zwei Prozent, weitere 12. Eine Kartenzahlung in anderer Währung, noch einmal etwa 8.
Von 630 bleiben Ihnen 585. Am Programm selbst lag nichts. Das Leck saß im letzten Schritt, und diesen Schritt wählen Sie, weshalb ein eigenes Empfangskonto genauso in den Vergleich gehört wie die Beteiligung.
Woran man erkennt, dass nichts gratis ist
Ein Angebot, das Kartendaten zur «Verifizierung» eines Gratiskontos verlangt, ist nicht gratis. Ebenso wenig eines, das für die Auszahlung eine Einzahlung fordert. Oder eines, bei dem nur ein kostenpflichtiger Tarif die Auszahlung freischaltet.
Ein echtes Gratiskonto kann man auch gratis verlassen. Kostet der Ausstieg Geld, war das Wort Werbung.
Eine kurze Checkliste
- welche der drei Arten von gratis hier vorliegt;
- ob die Erstattung mit der ersten Auszahlung kommt und unter welchen Regeln;
- Mindestbetrag und Rhythmus der Auszahlungen;
- Beteiligung während und nach der Aktion;
- echte Handelskosten: Spread, Kommission, Daten;
- Eingangswährung und ob Sie sie auf einer Karte halten können;
- was die Firma bei einer Rückabwicklung tut, und die Fehler, die Auszahlungen teuer machen.
Wo SharPay hineinpasst
Wie das Programm sich auch nennt, der letzte Schritt bleibt gleich. Das Geld verlässt die Firma und muss dort ankommen, wo beim Eingang nichts abgezogen wird.
Ein Konto mit eigener IBAN hält die Auszahlungswährung, statt sie zu tauschen, und eine Karte zahlt direkt aus diesem Guthaben. Auszahlungen in Stablecoins kommen über die Krypto-Karte am selben Ort an.
Dokumente und Verifizierung stehen davor, und sie erledigt man besser, solange nichts unterwegs ist.

